Abbildung Cluster-Speichersystem und Diskshelfs



  • Hallo zusammen,

    ich versuche gerade unser Primärspeichersystem in i-doit abzubilden und bekomme es aber nicht hin. In unserem Szenario geht es um Folgendes:

    • 2 virtuelle Speichersystem, die auf einem Cluster-Speichersystem mit 2 Nodes laufen
    • an diesem Cluster-Speichersystem hängen mittels FC-Switches 10 Disk-Shelfs mit je 24 Festplatten/SSDs
    • ESX-Hosts greifen mittels iSCSI auf die virtuellen Speichersysteme zu und Mappen LUNs

    Soweit so gut, mir ist bislang Folgendes klar:

    • Die beiden Cluster-Speichersystem-Nodes werden Objekttyp Gerät/Appliance
    • Das Cluster-Speichersystem wird Objekttyp Cluster und hat als Mitglieder die beiden Geräte/Appliances
    • Die beiden virtuellen Speichersysteme werden Objekttyp Speichersystem und werden über die Kategorie Virtuelle Maschine virtualisiert und dem Cluster zugewiesen
    • In den beiden virtuellen Speichersysteme geben wir die LUNs über die Kategorie Speichernetze > Logische Geräte (LDEV Server) und können Sie schließlich den Hosts als Logische Geräte (Client) zuweisen

    Was mir nicht klar ist:
    Wie bilde ich die 10 Diskshelfs mit den je 24 Disks ab und weise sie dem Cluster-Speichersystem zu? Ich kann natürlich einfach sagen "Lokaler Massenspeicher > Geräte" und erzeuge mal kurz 240 Festplatten. Aber ich würde natürlich auch die Shelfs gerne mit Standorten versehen und in den Racks positionieren. Wie bekomme ich also das Konglomerat aus Cluster - FC-Switch - Diskshelfs - Festplatten abgebildet?

    Wäre froh, wenn mir jemand kurz eine Antwort geben könnte. Mir geht es hauptsächlich um die physikalischen Komponenten, nicht darum nachher die korrekte Gesamtkapazität, Spares, RAID-Gruppen der Aggregate oder so absolut korrekt abzubilden.

    Viele Grüße
    Daniel



  • Hallo,

    ich würde erstmal einen Objekttyp für die Shelfs anlegen und dort die lokalen Massenspeicher Kategorien zuweisen. So hast Du die Hardware als einzelne Objekte zur Verfügung.
    Wie du vermutest hast bekommst Du eine korrekte Zuweisung und Vererbung der Größen der HDDs etc. von den Shelfs auf das Cluster so nicht hin. Dafür ist die Logik einfach zu komplex, um das mal eben so in i-doit zu implementieren.
    Ich würde einfach eine benutzerdefinierte Kategorie bauen, in der die Zuweisung der Shelfs zu dem Cluster geregelt wird. Da wir (noch) keine rückwärtigen Kategorien zu den benutzerdefinierten Kategorien haben, empfiehlt es sich, die Kategorie aus Sicht des Clusters anzuwenden.
    Ist mit Sicherheit nochmal ein guter Hinweis für uns, uns dem Thema "virtueller SAN Storage" anzunehmen.



  • Hallo Daniel,

    danke für deine Antwort.

    Dann sehe ich das bislang ja gar nicht so falsch. Ich denke auch die Abbildung solch komplexer Systeme ist nicht immer und einfach machbar, vor allem da die Art und Weise doch je nach Hersteller sehr unterschiedlich ist. Im vorliegenden Fall müssten die Shelfs sogar mehreren Clustern zugewiesen werden, da einzelne Festplatten der Shelfs entweder dem einen oder dem anderen Cluster zugewiesen werden können. Da stellt sich aber auch immer die Frage bis zu welcher Tiefe man so etwas wirklich abbilden muss.

    Meine Frage ist nur noch Folgende: mein Problem war ja das Abbilden von Disk-Shelfs und das Zuweisen zu deinem Cluster. Das dürfte ja eigentlich nichts Neues sein, denn auch sonst gibt es doch immer wieder den Fall, dass externe Disk-Enclosures an Server angeschlossen sind. Wie wird das denn geregelt? Oder gibt es in i-doit da keine Standard-Abbildung und man listet nur die Festplatten beim Server auf (ohne dass man das Disk-Shelf dann im Schrank positionieren kann)?

    Viele Grüße
    Daniel



  • Es gibt einen Standardweg, um die physikalische Verbindung zu dokumentieren. Wenn ich jetzt z.B. eine Disk Shelf per externem SATA angeschlossen habe, dann kann ich das über die Kategorie Verkabelung / Schnittstelle dokumentieren. Damit bekomme ich halt aber keine Informationen über die HDDs "rübergelinkt". Und da in Deinem Falle ja die Shelfs per Glasfaser über einen Switch angebunden sind, gibt es ja sowieso keine direkte 1:1 Verbindung.

    Daher hatte ich halt empfohlen, die logische Zuordnung der Shelfs über eine benutzerdefinierte Kategorie zu machen. Das ist tatsächlich eine Lücke in den Möglichkeiten, denn im lokalen Massenspeicher definierst Du alles, was direkt angeschlossen ist, im Speichernetz die logische Freigabe. Aber die logische Struktur innerhalb eines SANs wird eben aufgrund der wie Du schon gesagt hast unterschiedlichen Herstellersichten und Komplexität nicht so genau von uns bisher unterstützt. Ich denke mal, wir sollten hier perspektivisch eine eigene Kategorie anbieten, in der diese logischen Zuordnungen über eine eigene Kategorie ("Entfernter Massenspeicher"? Die deutsche Sprache lässt einem in der IT gefühlt immer im Stich 😃 ) von Haus aus anbietet. Aber solange wir das nicht haben - am besten selber bauen. In einer eigenen Kategorie könnten wir dann ja auch an den entsprechenden Stellen (LUN-Freigaben, RAID-Konfigurationen) die entfernten Speicher mit anbieten. Ich werde das mal als Feature Request ausdefinieren.



  • Sehr gut, damit kommen wir erstmal zurecht. Ich finde es aber sehr gut, dass du es als Feature Request ausdefinierst, wird sicherlich wenn es in einer zukünftigen Version vorhanden sein sollte von uns auch verwendet werden 😉



  • Moin Moin,

    ich hätte da noch eine Ergänzung. Ich habe die RAIDs über mehrere Shelfs verteilt (wg Performance und Ausfallsicherheit). Könnte das auch mit aufgenommen werden?


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